Dass Bern Alois Zimmermann ein Meister des (häufig auch schwarzen) musikalischen Humors war, zeigt sich einmal mehr an den Rheinischen Kirmestänzen für 13 Bläser. Die Stücke stehen am Ende einer Reihe von Bearbeitungen, denen Tänze mit bunten Namen wie Prummeschnoever und Hoppedäntz zugrunde liegen. Pfiffige Piccoloflöten stehen behäbigen Begleitfiguren der Kontrabasstuba gegenüber, harmonisch klare Felder neben bewusst verfremdeten Abschnitten. Ihren parodistischen Charakter dorfmusikantischer Ungeschicklichkeit erzielen die Rheinischen Kirmestänze durch überraschende Kontraste auf allen Ebenen des Tonsatzes.